Beweglichkeit & Mobilität

Beweglichkeit & Mobilität

Der menschliche Bewegungsapparat ist auf eine Nutzungsdauer von über 100 Jahren ausgelegt. Dank moderner Medizin werden wir auch immer älter – doch bedeutet dies nicht, dass wir im Alter auch noch leistungsfähig, beweglich, mobil sind. Im Gegenteil, eine alternde Gesellschaft bedeutet vor allem, dass der Bedarf an Pflegeeinrichtungen größer wird. Was sicherlich (unter anderem) darauf zurückgeführt werden kann, dass die Mobilität von älteren Menschen eingeschränkt ist. Doch auch jüngere Generationen haben hiermit zunehmend Probleme. Gelenkschmerzen, Rückenschmerzen, eingeschränkte Beweglichkeit bereits in jungen Jahren – man wagt kaum, sich auszumalen wie überfüllt unsere Pflegeheimen in 50 Jahren sein werden.

Extra Zeit fürs Beweglichkeitstraining bzw. Muskelaufbau investieren? Das sollte man, dann werden Alltagsbewegungen einfacher. Dies ist manchmal leichter gesagt als getan – dennoch kann man es möglich machen, sowie man sich bewusst dafür entscheidet den Fokus auf Mobilität und Beweglichkeit zu lenken.

Mobilität = Beweglichkeit plus Kraft

Beweglicher werden – damit verbinden Viele statische Dehnungsübungen, welche man echt mal wieder machen sollte. Doch wirkt sich Beweglichkeit alleine nur in gewissem Rahmen auf unsere Mobilität aus. Kinder sind super beweglich, doch fehlt ihnen die Muskelkraft um diese in Leistung umzusetzen. Kraftsportler hingegen haben Kraft, doch mangelt es ihnen oftmals an Beweglichkeit. Besonders schwierig wird es, sind weder Kraft noch Beweglichkeit vorhanden. Mit zunehmendem Alter wird der Bewegungsapparat des Menschen zunehmend fragiler. Gelenke leiden unter Abnutzung, werden steif, also unbeweglich. Muskulatur bildet sich zurück, wird sie nicht regelmäßig, auch mal intensiver beansprucht. Dies hat Folgen für unsere Mobilität: fehlen Muskeln als unterstützende Schicht um das menschliche Skelett brechen Knochen schneller. Schon ist es vorbei mit der Mobilität im Alter. Weshalb es gerade für Ältere sehr wichtig wäre,
gleichzeitig Muskulatur trainieren sowie die Beweglichkeit verbessern zu wollen. Ohne Training bildet sich die Muskulatur des Menschen zurück, ohne gezielte Maßnahmen um Beweglichkeit von Gelenken und Wirbelsäule zu verbessern rosten wir ein. Insbesondere dann, wenn wir unseren Bewegungsapparat im Alltag nur unzureichend benutzen. Lange sitzen, liegen oder stehen, hier muss ein ausgleichendes Training her, damit unser Körper beweglich, geschmeidig bleibt. Nur so kann man seine angeborene Mobilität erhalten. Im Idealfall wird präventiv agiert: jeder Büroarbeiter sollte einen Ausgleich zur langen sitzenden Tätigkeit von vornherein einplanen. Sonst schleicht sich mangelnde Beweglichkeit / Leistungsfähigkeit langsam ein.

Muskulatur und Beweglichkeit trainieren

Beweglicher werden durch statisches Dehnen? Dehnungsübungen haben allenfalls kurzfristige Effekte. Mache den Selbsttest: Zwei Wochen lang (mehrmals) täglich dehnen, dann zwei Wochen damit pausieren. Der langfristige Effekt geht gegen Null. Einige Muskeln des menschlichen Körpers neigen zum Verkürzen. Dazu gehören wichtige, große Muskelgruppen, z.B. Oberschenkelmuskel sowie Schenkelanzieher. Andere wiederum neigen zur Abschwächung, wie Bauchmuskeln, Brustmuskeln oder innere Oberschenkelmuskeln. Für maximale Mobilität muss ein muskuläres Gleichgewicht bestehen. Verkürzte oder verhärtete Muskeln sind natürlich ungünstig. Doch dehnen alleine nützt hier nicht viel, im Vordergrund sollte daher regelmäßiges Muskeltraining stehen.